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Newsletter #02
vom 28. März 2017

Sehr geehrte(r) Frau/Herr ,

am morgigen Mittwoch laden HDE und eBay zur Abendveranstaltung „Lokal und digital“ nach Berlin ein. An und für sich ein lobender Event, weil wieder einmal das Thema „Local Commerce“ auf großer Bühne platziert wird und ein Wink in Richtung Politik geht. Denn noch immer scheint Aufklärungsarbeit nötig: 

„Die Digitalisierung stellt den Handel vor große Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für kleine stationäre Händler. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie die Chancen der Digitalisierung ergreifen und so die Rolle des innerstädtischen Handels neu definieren. Der HDE und eBay laden Gäste aus Politik und Handel ein, um gemeinsam mit einer Expertenrunde über die Zukunftschancen der Innenstadt im digitalen Wandel zu sprechen.“ (aus der Ankündigung)

Auf dem Podium sitzen zwei Parteivertreter aus CSU und Bündnis 90/Die Grünen. Die SPD scheint noch allzu sehr mit sich selbst beschäftigt. Stefan Genth (HDE), Stefan Wenzel (eBay) und Prof. Dr. Gerrit Heinemann (Hochschule Niederrhein) ergänzen die Runde. Aber sieht so die Lobbyarbeit für den digitalisierungsgeplagten Innenstadthandel aus? Wer nicht vor Ort ist, wird auf LocalCommerce.info alsbald lesen können, was dabei herausgekommen ist.

Eine Steilvorlage lieferte just die frisch gebackene Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die mit dem „Weißbuch Digitale Plattformen“ eine „digitale Ordnungspolitik für Wachstum, Innovation, Wettbewerb und Teilhabe“ einfordert.

Zu hoffen bleibt nur, dass dies nicht in einer Internet-Steuer mündet, die sich wie ein Gespenst auf einem prominent besetzten Kongress der Unionsfraktion („Einzelhandel 4.0 – (R)evolution einer Branche“) im vergangenen Dezember aus den Tiefen des Raums emportat. Wem viel Zeit zur Verfügung steht, dem sei der gut 3-stündige Mitschnitt auf YouTube wärmstens empfohlen.

Günter Althaus, einer der Referenten des Kongresses, Präsident des Mittelstandverbunds ZGV und Vorstandsvorsitzender der ANWR Group, hat indes gezeigt, dass altehrwürdige Player des stationären Handels nicht nur am verbands- und verbundspolitischen Rad drehen können, sondern auch Nägel mit Köpfen machen: Der Schuhkurier berichtet nämlich, dass die ANWR als strategischer Investor unter anderem beim Infrastrukturgeber für digitale City-Initiativen atalanda eingestiegen ist. Die Abstimmung zwischen atalanda und der Digitaltochter ANWR Media funktioniere hervorragend.

Geht doch! Die digitale Transformation in Stadt und Handel lässt nun auch operative Allianzen entstehen. Bitte mehr davon!


Ihr
Andreas Haderlein
Gründer und Chefredakteur
Local Commerce Alliance



Weitere Themen dieser Ausgabe:
1. Findeling – der digitale Hub des Szene-Shoppings
2. Osnabrück und Lüneburg: Neue Schaufensterportale auf LocalCommerce.info
3. Fraunhofer-Projekt „Digitale Dörfer“ geht in die zweite Runde
4. CIMA-Studie zum Stand der digitalen Dinge in niedersächsischen Städten und Kommunen
Findeling führt zu den kleinen & feinen Läden

Um die „kleinen & feinen Läden, die deine Stadt einzigartig machen“ geht es dem Schaufensterportal Findeling – und das ganz ohne Kommunalpolitik und Fördergeldern. Das Startup aus Hamburg ist ein digitaler Hub des Szene-Shoppings und zeigt vor allem in der App, was in ihm steckt.

Mit weiteren Händler-Services wie einem Gutscheinsystem und der B2B-Plattform „Fairling“ optimiert Findeling gerade seinen Dienst.

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„inosna“ und „Kaufhaus Lüneburg“ – neu in der Initiativen-Datenbank

Ein klug aufgesetztes lokales Schaufenster-Portal kommt aus Osnabrück: inosna heißt es und die vor Ort ansässige Agentur THOMAX Media hat sich die Abbildung der gesamten Innenstadt auf die Fahnen geschrieben. Laut Angaben der Betreiber sind mittlerweile 1.500 Profile vom Händler bis zum Dienstleister und Handwerker eingetragen. Dem Stadtmarketing wird es nun schwer fallen, mit einem weiteren Angebot für die lokale Händerschaft zu glänzen. Mehr dazu »

Schon seit 2014 steht die von der Marktplatz GmbH und der Landeszeitung für die Lüneburger Heide betriebene Plattform „Kaufhaus Lüneburg“ als App zur Verfügung. Optimiert und mit weiteren Features angereichert zählt das Online-Schaufensterportal, hinter dem eine crossmediale Vermarktungsstrategie des Verlagshauses steckt, zu den anspruchsvollsten in Deutschland. Aber auch in Lüneburg wird über Click & Collect und eine Reservierungsfunktion nachgedacht. Steht nun der Einstieg in die Produktwelt an? Mehr dazu »

„Digitale Dörfer“ aus Rheinland-Pfalz in der zweiten Förderrunde

Das mit Landesmitteln geförderte Projekt des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) begann im Juli 2015, endete als „Phase 1“ im Dezember 2016 und läuft seit Januar 2017 in der „Phase 2“. Man sucht nach digital-gestützten Antworten auf Landflucht und Strukturwandel. Nahversorgung und Ehrenamt waren Schlüsselthemen der ersten Runde.

In zwei rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinden wurden so bereits Online-Marktplätze, die Lieferung qua Ehrenamt oder eine Abholbox getestet. Nun will man mit weiteren Diensten zur Vernetzung der Dorfgemeinschaft Erfahrungen sammeln.

Mehr dazu auf der Projektseite »
© CIMA Beratung + Management GmbH

Umfrage in Niedersachsen: CIMA warnt Städte, den digitalen Zug zu verpassen

Die CIMA legt in einer aktuellen Wiederauflage der Studie „Gemeinsam online?“ als Umfrage in Niedersachen den Finger in die Wunde des lokalen Einzelhandels. Proaktives Handeln sei gefragt, wenn es um die Online-Sichtbarkeit des Einzelhandels geht. 

Die Kommunalberater der CIMA betonen, dass dem Stadtmarketing und City-Management quasi ein Thema „vor die Füße“ gefallen ist. „Das Stadtmarketing oder die Werbegemeinschaften müssen agieren“, heißt es in der Studie, zu der 126 Personen aus dem kommunalen Umfeld und aus Werbegemeinschaften sowie 115 Händler befragt wurden.

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Bildnachweise: 
  1. Logo Findeling (© Findeling GmbH)
  2. Screenshot aus dem YouTube-Video „Digitale Dörfer“
  3. Cover CIMA-Studie (© CIMA Beratung + Management GmbH)

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